FDP-Landtagskandidatin Teuteberg:
Landtagskomplex in Potsdams Mitte beleben – Innenhof rekonstruieren
Potsdam. Im Vorfeld der morgigen Juryentscheidung erklärt die Direktkandidatin der FDP für den Wahlkreis Potsdam I (WK Nr. 21), Linda Teuteberg, die zugleich auf Platz 2 der Landesliste der Liberalen antritt:
„Die Entscheidung über den Entwurf für einen Parlamentsneubau mit Knobelsdorffscher Stadtschlossfassade ist eine Grundsatzentscheidung. Sie bietet eine einmalige Chance, die nicht verspielt werden darf. Sie erfordert Verantwortungsgefühl und Sensibilität sowohl für die Erfordernisse der Parlamentsarbeit als auch für das Gesamtensemble der Potsdamer Mitte. Hierbei darf das Ziel, die Potsdamer Innenstadt wieder zum pulsierenden Mittelpunkt zu machen, nicht aus den Augen geraten. Der Landtagsneubau sowie die Bebauung in dessen Umfeld müssen hierzu beitragen.
Dazu muss man aber auch bei der inneren Gestaltung und Raumeinteilung die richtigen Prioritäten setzen. Der Landtagsneubau sollte ein Haus für die Brandenburger Bürger werden. Er soll Räume für eine öffentliche Nutzung bieten, so dass mehr Bürger an diesen Ort der Demokratie kommen und dadurch mehr Leben in die Mitte der Stadt zieht. Abgeordnete, die weitaus mehr Zeit ab- als anwesend sind und eine still vor sich hin wirkende Verwaltung leisten dies nicht. Für die Frage, ob die Potsdamer Mitte ein Anziehungspunkt für Bürger und Touristen wird, spielt die Gestaltung des Innenhofes eine zentrale Rolle. Insbesondere sollte daher der Innenhof wieder rekonstruiert werden.
Dazu kann man Raum schaffen. Man muss z.B. nicht die gesamte Landtagsverwaltung im neuen Landtagsbau unterbringen. Viele Aufgaben einer Landtagsverwaltung können auch von einem benachbarten Gebäude aus erbracht werden. Schließlich erfolgt heute eine Vielzahl von Serviceleistungen auf elektronischem Wege. Außerdem müssen nicht alle Abgeordnetenbüros in diesem Bau Platz finden. Auch im Bundestag und einigen Landtagen sind Büros und Verwaltung in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht. Die Funktionsfähigkeit ist deshalb nicht eingeschränkt.
Das Engagement vieler Vereine und Potsdamer Bürger, insbesondere die großzügige Spende von Hasso Plattner, zeigen die große Verbundenheit der Menschen mit Potsdam und Brandenburg. Nun muss die Chance genutzt werden, das Schlossgebäude so vorbildgetreu wie möglich wiederherzustellen.“