Pressemitteilung Potsdam, den 30. April 2010
Chancengleichheit in der Bildung sichern FDP-Bildungsexperte fordert Erhalt der Dreizügigkeit am Treuenbrietzener Gymnasium
Die Ankündigung des staatlichen Schulamtes in Brandenburg/Havel, die Dreizügigkeit des Treuenbrietzener Gymnasiums „Am Burgwall“ aufzugeben und künftig einen zweizügigen Unterricht anzubieten, stoßen beim Bildungsexperten der FDP-Landtagsfraktion, Andreas Büttner, auf Unverständnis. Künftig sollen „Am Burgwall“ zwei Klassen mit je 30 Schülern unterrichtet werden. „Bildungsminister Rupprecht begeht einen Kapitalfehler, wenn er die Klassenstärken erhöht. Die getroffene Regelung wird deutlich zu Lasten der individuellen Förderung und damit zur Chancengleichheit in der Bildung gehen. Ich fordere den Minister auf, die geplante Verschiebung der Klassenzüge nach Bad Belzig auszusetzen. Der Plan, in Treuenbrietzen einen Klassenzug abzuschaffen, um diesen in Bad Belzig wieder aufzubauen, ist bildungspolitischer Unfug“, kritisiert Büttner die bevorstehende Entscheidung der Schulräte. Der Liberale befürchtet zudem Nachteile für die Schule. „Wenn die Dreizügigkeit wegfällt, wandern auch Lehrer ab. Die Lehre verliert damit an Qualität und die Schule ihr Profil. Wir befürchten, dass damit eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, die langfristig zur Schließung des Gymnasiums führen könnte.“ Besonders negativ stoßen dem Abgeordneten die langfristigen Effekte größerer Klassen auf. „Besonders in Zeiten des eintretenden Fachkräftemangels auf dem Arbeitsmarkt braucht unser Land individuelle Bildungs- und Förderangebote in den Schulen. Anders wird die hohe Zahl von Schulabbrechern nicht zu senken sein und anders werden auch nicht alle Schüler den Kenntnisstand erlangen, den sie für den Berufseinstieg benötigen“, so Büttner zusammenfassend.